Sportflugzeuge

 

 

 

 

 

 

 

Das fertige Modell ist nicht rot, sondern gelb.

Es sieht so aus:


 

 

 

R 05

 

Messerschmitt M 17

 

Maßstab 1:24, Spannweite 48 cm, Umfang 3Bogen A4,

 

Bauanleitung 1,5 Bogen A4, Verstärkungskarton liegt bei

 

Schwierigkeitsgrad 2 von 5

 

 

Mit der M 17 gelang Willy Messerschmitt sein erster großer Wurf als Konstrukteur und Flugzeugbauer. Die Arbeiten daran begannen im Herbst 1924 in Bamberg. Im Konzept der M17 verschmolz Messerschmitt alle seine damaligen Erkenntnisse, die er vorwiegend durch Segelflugstudien gewonnen hatte, und seine Vorstellungen vom “Idealflugzeug”. Trotz relativer Unerfahrenheit gelang ihm nicht nur ein Meisterwerk des Holz-Leichtbaus, sondern auch ein wohl einmaliges Flugzeug. Die M 17 vereinte auf bestmögliche Art alle Vorteile des Segel- und des Motorflugzeuges. Geringes Gewicht kombiniert mit ausgezeichneter Schwebefähigkeit garantierte die rationellste Ausnutzung der Antriebskraft. Die M 17 war somit wahrscheinlich das erste Flugzeug in Deutschland, das a l l e Zielsetzungen des Leichtflugzeugbaus in technischer wie in wirtschaftlicher Hinsicht erfüllte. Dank zahlreicher Wettbewerbserfolge sowie durch den aufsehenerregenden Flug der D-887 von Bamberg nach Rom im September 1926 erlangte die M 17 große Popularität und begründete Willy Messerschmitts legendären Ruf.

 

Ende 2000 gab die Messerschmitt-Stiftung einen Originalnachbau der Maschine in Auftrag, der gleichzeitig Vorbild für dieses Modell ist. Der Erstflug der neuen M 17, die nun zum Bestand des Fliegenden Museums Willy Messerschmitt in Manching gehört, fand am 15. April 2004 statt.

 

 

 

 

 

 

R 10

 

Arado Ar 79 B 1

 

Maßstab 1:24 , Spannweite 42 cm, Umfang 4 Bogen A 4

 

Bauanleitung 3 Bogen A4; Verstärkungskarton und Folie für eine

 

transparente Verglasung liegen bei

 

Schwierigkeitsgrad 2 von 5

 

 

 

Die Arado Ar 79 - ein Sportflugzeug setzt Standards:

 

1937 bauten flugsportbegeisterte Ingenieure der Arado-Flugzeugwerke eine Maschine nach ihren eigenen Vorstellungen und Ideen. Es entstand ein Tiefdecker in Gemischtbauweise mit zwei nebeneinander angeordneten Sitzen, Doppelsteuerung, Vollsichthaube und großzügigem Gepäckraum. In Bezug auf Geschwindigkeit, Reichweite und Kraftstoffverbrauch setzte die Ar 79 neue Standards und stellte zahlreiche Rekorde auf. Während des Zweiten Weltkriegs kam sie als Kurier-, Verbindungs- und Schulflugzeug zum Einsatz. Die ausgestellte Ar 79 B wurde vermutlich 1941 gebaut. 1994 gelang es dem Deutschen Technikmuseum Berlin das Flugzeug zu erwerben. Aufgrund ihres außergewöhnlich guten Zustands konnte es in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung flugtauglich gemacht werden. Die im DTMB in Berlin ausgestellte Ar 79 ist das weltweit letzte erhaltene Flugzeug dieses Typs.

 

 

 

 

 

 

 

R 11

 

Udet U 10

 

Maßstab 1:24 , Spannweite 44 cm, Umfang 4 Bogen A 4

 

Bauanleitung 3 Bogen A4; Verstärkungskarton und Folie für einen

 

transparenten Windabweiser liegen bei

 

Schwierigkeitsgrad 2 von 5

 

 

Das Flugzeug mit dem Kennzeichen D 452 wurde im Jahr 1924 gebaut. Der Typ war die Weiterentwicklung der U 6, Konstrukteur war Hans Hermann. Der freitragende Tiefdecker in Holzbauweise zeichnete sich durch eine aerodynamisch saubere Konstruktion und ein Rüstgewicht von nur 320 kg aus. Im Deutschen Rundflug 1925 siegte die U 10 und blieb strafpunktfrei, obwohl in ihrer Klasse am schwächsten motorisiert. Im Otto-Lilienthal-Wettbewerb 1925 erreichte sie in ihrer Klasse die geringste erreichbare Geschwindigkeit, die kürzeste Rollstrecke, den geringsten Kraftstoffverbrauch und die größte Zuladung. Die Flügel der D 452 ( auch Ernst Udet war zeitweise Halter ) konnte das Deutsche Technikmuseum Berlin durch Tausch vom Dresdner Armeemuseum erwerben, aus Argentinien kam der letzte erhaltene Motor Sh4 wie auch die Luftschraube. Mit viel Elan machte man sich im DTMB an den Wiederaufbau des Flugzeugs, das Vorbild für das vorliegende Modell.

 

 

 

 

 

 

R 18

 

Bäumer B IV a “Sausewind”

 

Maßstab 1:24 , Spannweite 37 cm, Umfang 3,5 Bogen A 4,

 

Bauanleitung 2,5 Bogen A4; Verstärkungskarton und Draht für das

 

Fahrwerk liegt bei, Schwierigkeitsgrad 2 von 5

 

 

Der erste “Sausewind” machte Furore auf dem Deutschen Rundflug 1925, weil er dank seiner hervorragenden aerodynamischen Formgebung mit nur 65 PS eine Geschwindigkeit von 170 km/h erreichte. Für den Entwurf zeichneten die Brüder Siegfried und Walter Günter verantwortlich. Die Zelle war auf geringst möglichen Widerstand ausgelegt, der Rumpf schlank und dreieckig/oval im Querschnitt, die Flügel und das Leitwerk von elliptischem Umriss zwecks Widerstandsminimierung. Hier taucht zum ersten Mal die elliptische Flügel- und Leitwerksform auf, die das “Marken-zeichen” aller Entwürfe der Brüder Günter bis in die späten 30er Jahre werden sollte ( He 70, He 111, He 112 u.a.m.). Die weitere Entwicklung des Sausewind mit der Bezeichnung B IV a (das vorliegende Modell) zeigte äußerlich nur kleine Unterschiede, verbesserte dennoch die Flugleistungen bei gleichem Motor deutlich. Es wurde jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h erreicht. Zwar wurden nur 4 Maschinen gebaut, aber das Konstruktionsprinzip setzte sich durch: schnell fliegen dank guter aerodynamischer Formgebung.

 

 

 

 

 

 

Schon bald nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1920 begann Claude Dornier den Entwurf eines kleinen zivilen Flugboots und im folgenden Jahr flog die Libelle. Sie hatte bereits Merkmale, die den bald darauf entwickelten weltberühmten “Wal” auszeichneten: einen stabilen Metallrumpf aus Duraluminium mit einer Stufe, die das Abheben erleichterte und Stummelflügel, die für Stabilität auf dem Wasser sorgten. Die Flügel konnten nach hinten geklappt werden. So konnte das kleine Flugboot auch in Bootsschuppen untergebracht werden. Im Jahr 1922 erschien die Libelle II. Der Rumpf wurde verlängert, um die drei Insassen besser vor Spritzwasser zu schützen und die Tragfläche vergrößert, um den stärkeren Motor (80 PS anstelle von 50) zu tragen, der die Flugleistungen verbesserte. Von der Libelle wurden 14 Stück gebaut, die vorwiegend exportiert wurden. Das Vorbild unseres Modells aus dem Jahr 1929 reiste sogar bis zu den Fidschi-Inseln. Dort wurde die Maschine nach erfolgreichem Einsatz bei einem Sturm schwer beschädigt. 1978 kamen die Reste der Libelle per Seefracht nach Deutschland zurück und wurden beim Hersteller Dornier restauriert. 1984 kam die Libelle dann in das Deutsche Museum in München, wo man sie heute noch als “glänzende“ Erscheinung bewundern kann

 

 

Wie bei dem großen Vorbild kann man auch bei dem Modell die Flügel nach hinten drehen. Wegen der doch etwas komplizierten Mechanik und weil die glänzende metallische Oberfläche sehr empfindlich ist, erhält das Modell den Schwierigkeitsgrad 3 von maximal 5. Man sollte mit Geduld und möglichst fettfreien Fingern an den Bau gehen. Sollte ein Teil verloren gehen oder missglücken, dann wende man sich (siehe Impressum) vertrauensvoll an den Hersteller. Kleine Korrekturen oder Abweichungen kann die oder der Modellbauer/in aus der zusätzlichen Farbfläche herstellen. Verstärkungskarton und durchsichtige Folie ( für die Windschutzscheibe) liegen dem Modellbogen bei.

 

 

 

 

R 22

 

Etrich "Luftlimousine" 

 

Baujahr 1912 

 

Maßstab 1:24, Spannweite 54 cm

 

264 Teile, Umfang 10 Bogen A4, Bauanleitung 6 Seiten

 

Beilagen: 1 Holzstab 27 cm lang, 3 mm Durchmesser; 2 Drähte, 22 mm lang; 2 Bogen A4 Graupappe; Folie, 0,1 mm dick aus Hart-PVC.

 

Schweregrad 4 von 5

 

 

 

Igo Etrich hatte großen Erfolg mit seiner “Taube”, die im Jahr 1910 erschien und sich mit ungefähr 300 gebauten Exemplaren als Verkaufsschlager entpuppte. Der charakteristische Flügel verlieh dem Flugzeug Eigenstabilität; das war der Hauptgrund für den Erfolg. Im Jahr 1912 folgte der Kabineneindecker, der unter der Bezeichnung “Luftlimousine” mit erstaunlichen Neuerungen aufwartete. Die erfolgreiche Flügelform, auch die Seiten- und Höhensteuerung wurden beibehalten. Aber mit dem kreisrunden Rumpf, seiner aerodynamisch hervorragenden Form, in dem erstmalig auf der Welt Pilot und Passagiere geschützt in einer geschlossenen Kabine saßen, betrat Etrich wieder Neuland. Die vorn nebeneinander sitzenden Passagiere genossen eine sehr gute Aussicht durch die großen Cellon-Fenster. Dazu kam die grundverschiedene Auslegung der Quersteuerung. Nicht mehr durch Verwindung der Flügelenden, die mit vielen Seilen großen Luftwiderstand verursacht, sondern durch Verdrehen des rechten gegen den linken Flügel konnten nun Kurvenflüge besser eingeleitet werden.
Zwei Weltrekorde, die im Entstehungsjahr 1912 in England
erflogen wurden, konnten aber nicht bewirken, dass Zivil oder Militär auch nur eine Maschine kaufte. Auch der Rückbau, nach dem der Pilot wieder oben aus dem Rumpf sehen durfte, brachte keinen Verkaufserfolg, sorgte aber dafür, dass die Datenlage über dieses großartige Flugzeug so verwirrend ist, dass ein Modell so lange nicht erschien.

 

 

 

Das Modell / Bauanleitung

 

 

Nachdem ich 2003 erste Informationen über die Existenz der Luftlimousine aus einem Buch von Hanus Salz bekam, suchte ich lange nach Zeichnungen, die das Innere des Rumpfes, besonders die neuartige Auslegung der Quersteuerung verdeutlichen. Vor einem Jahr begann ich mit dem Entwurf, nachdem ich zu der Erkenntnis gekommen war, leider nichts Neues mehr erfahren zu können.
Zum Rumpf: Für die großen Fenster liegt dem Bogen Hart-PVCFolie bei. Besonders die vorderen Fenster stehen unter Spannung. Ich empfehle die Entspannung mit einem Heißluftgebläse, untere Stufe.
Die Quersteuerung: Wie beim Original können auch im Modell die rechte und linke Tragfläche gegeneinander verdreht werden. Die Stangen, die vom Rumpf zu den Flügeln führen, sind belegt. Auch das Rad rechts im Rumpf ist belegt. Aber die Ausführung im Rumpf und die Befestigung des Drehelementes an der Steuersäule entspringt meiner Fantasie. Dazu braucht man (oder Frau) eine Reißzwecke, die wegen ihrer gefährlichen Spitze nicht beiliegt.
Fahrwerk: Die Speichenräder sind nicht so schwierig zu bauen, wie es scheint. Wer es einfacher haben möchte, kann alternativ Scheibenräder bauen.
Sonderausstattung: Nicht in allen Fotos belegt ist das Bugrad, das den Kopfstand bei der Landung auf einem Sturzacker verhindern sollte. Hier als Sonderausstattung baubar. Kleber-Empfehlung: Alleskleber kann von der Oberfläche des offset-gedruckten Kartons abgerubbelt werden, ebenso von der Folie!
Fäden: Für die Verspannung der Flächen, Steuerungen und Räder verwende ich graue Baumwollfäden.
Beilagen: Dem Modellbogen liegen Verstärkungskarton, Folie für die Fenster, ein Holzstab als Flächenholm und Draht für Fahrwerk und Quersteuerung bei.

 

Die Teile werden in der Reihenfolge der Ziffern und Buchstaben bearbeitet, im Einzelnen s. Anleitungsskizzen. Teile grob ausschneiden, rillen, innen liegende Flächen ausschneiden und Löcher durchstechen. Danach an der Kontur ausschneiden, formen, anpassen und schließlich zusammen bauen, im Allgemeinen verkleben.

 

Sollte ein Teil verloren gehen oder missglücken, dann wende man sich ( siehe Impressum) vertrauensvoll an den Hersteller. Kleine Korrekturen oder Abweichungen kann die oder der Modellbauer/in aus den zusätzlichen Farbflächen herstellen.