Verkehrsflugzeuge

 

 

 

 

R 19

Junkers JU 86 B „Inselsberg“

Maßstab 1:50, Spannweite 45 cm, Länge 35 cm

Umfang 8 Bogen A4

Bauanleitung 6 Bogen A4

Verstärkungskarton und durchsichtige Folie für die Fenster liegen bei.

Schwierigkeitsgrad: 3 von 5

 

Die Junkers Ju 86 wurde im Jahr 1934 entwickelt und war wie die Heinkel He 111 sowohl als Verkehrsflugzeug als auch für militärische Verwendung als Kampfflugzeug und Aufklärer vorgesehen. Unter der Leitung von Ernst Zindel entworfen stand sie nicht nur zeitlich zwischen der Ju 60 und der Ju 160. Das Fahrwerk der Ju 60 war nur teilweise einziehbar und der Abschied vom Wellblech war noch nicht ganz gelungen. Dies gelang bei der Ju 86, wo nur noch das Höhenruder an die Wellblech-Ära erinnerte. Während die Ju 86 noch ein recht schmalbrüstiges Fahrwerk hat, findet man bei der Ju 160 aus dem Jahr 1936 eine souveräne breitspurige Konstruktion. Die Entwicklung des Typs Ju 86 wurde von zwei Problemen überschattet. Zum Einen machte Strömungsabriss bei den spitz zulaufenden Trapezflügeln die Überarbeitung des Profils nötig, zum Anderen bereiteten die Junkers-Schwerölmotoren besonders bei den Bombern große Probleme wegen vieler Ausfälle. Die Dieselmotoren, die besonders wegen ihres geringeren Treibstoffverbrauchs von Junkers bevorzugt wurden, konnten die im Verbandsflug ständigen Lastwechsel nicht vertragen und fielen oft mit Kolbenschäden aus. Bei ziviler Nutzung waren die Schäden beherrschbar und die Deutsche Lufthansa setzte ca. 17 Maschinen des Typs ein. Nach dem ersten Platz bei dem Oasenflug in Ägypten1937 und weiteren Langstreckenflügen wurde der Typ weltweit bekannt und in verschiedene Länder, auch in die Schweiz, exportiert. Insgesamt wurden um 840 Maschinen, hauptsächlich Bomber, gebaut. Das Modell stellt jedoch das Verkehrsflugzeug, die Ju 86 B “Inselsberg” dar.

 

 

 

 

 R 06

 

Junkers F 13

 

Maßstab ca. 1:45 , Spannweite 40 cm,

 

Umfang 1 Bogen 37x57cm

 

Bauanleitung 1 Bogen A4

 

Verstärkungskarton liegt bei

 

Schwierigkeitsgrad 2 von 5

 

 

 

Nachdruck in Originalgröße eines Modellbau bogens der 1930er Jahre einer Beilage der Bildersammlung der Garbaty Cigaretten-fabrik G.M.B.H. Berlin-Pankow: Die Eroberung der Luft II

 

Folge: Ausland. Dem Sammelalbum war der Bogen bei geheftet. Der Bogen war grafisch ansprechend gestaltet und die Form des Modells kann sich heute noch sehen lassen. Besonders die Gestaltung der Kanzel ist hervorragend gelungen.

.

 

 

 

 

 

 

 

R 13 + R 14

 

Junkers Ju 60 und Ju 160

 

Maßstab 1:50 , Spannweiten 29 cm, Umfang 8 Bogen A 4,

 

Bauanleitung 6 Bogen A4; Verstärkungskarton und Folie für

 

Verglasung liegt bei , Schwierigkeitsgrad 3 von 5

 

 

 

Bei den Junkers Flugzeugwerken war die Ju 60 in der Entwicklung. Allerdings wurden nur der Rumpf und der Mittelflügel in Glattblech ausgeführt, Außenflügel und Leitwerk behielten noch das hergebrachte Wellblech. So wurde trotz des schlanken Rumpfes und des teilweise einziehbaren Fahrwerks als Spitzengeschwindigkeit nur 280 km/h erreicht, was angesichts der Konkurrenz zu langsam war. Deshalb wurde mit der Ju 160 ein weiteres Muster entworfen, das zwar fast die gleichen Abmessungen hatte wie die Ju 60, aber doch eine völlig neue Konstruktion war. Nun wurde auf die Verwendung von Wellblech vollständig verzichtet, das Fahrwerk war ganz einziehbart. Damit wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h und die Serienproduktion für die Lufthansa und das Militär erreicht. Der Komfort für die Passagiere wurde verbessert, indem der Rumpf etwas verbreitert wurde, damit statt der Klappsitze links im Rumpf der Ju 60 jetzt durch einen schmalen Gang getrennte Einzelsitze Platz finden konnten. Bei der Lufthansa erhielten die Ju 160 Raubtiernamen. Der “Panther” war das Vorbild für das ausgewählte Modell.

 

Beim Modell der Ju 60 kann das Fahrwerk ausgefahren werden oder eingefahren durch die Radachsen gesichert werden. Bei der Ju 160 muss man sich entscheiden, ob das Modell mit oder ohne Fahrwerk gebaut werden soll, denn es ist am Modell nicht einziehbar.

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 1925 entstand aus der Komet-Baureihe bei Dornier im Wesentlichen durch Einbau des leistungsstarken Motors BMW VI mit 690 PS das Ganzmetall-Verkehrsflugzeug “Merkur I”. Mit zwei Mann Besatzung wurden 6 bis 8 Personen befördert. Während die Besatzung noch im Freien saß, gab es für den Komfort der Passagiere außer den Korbsesseln ein WC mit Waschgelegenheit - damals durchaus nicht selbstverständlich - und einen Extraraum für Gepäck. Der stabile Aufbau des Flugzeugs in Verbindung mit dem starken Motor gewährten Sicherheit und so gute Leistungen, dass sieben Weltrekorde für Flüge mit 500 und 1000 kg Nutzlast errungen wurden. Hauptnutzer des Typs war die Deutsche Lufthansa mit über 35 Maschinen, es folgt die DERULUFT mit 22; auch in der Schweiz wurde die Merkur geflogen. Der schweizer Pilot Walter Mittelholzer erregte Aufsehen mit seinem gefahrvollen Flug von Zürich über den afrikanischen Kontinent bis Kapstadt, bei dem in 76 Tagen 15000 km zurück gelegt wurden. In Japan wurde die Merkur in Lizenz gebaut.

 

 

Heute existiert leider kein Original mehr, aber im Dornier Museum Friedrichshafen kann man einen Nachbau bewundern, der von der Firma Intavmuf in Ungarn hergestellt wurde. Der Außenanstrich erfolgte bei der Deutschen Lufthansa in Hamburg. Dieser Nachbau bildet die Vorlage für das vorliegende Kartonmodell. Aus dem Dornier Museum erhielt der Verfasser nicht nur die Anregung, das Modell zu entwickeln, sondern auch Unterstützung bei der Ausführung. Dafür möchte ich mich bedanken, auch bei der Fa. Intavmuf, die mir bereitwillig Fotos des Innenraums der Maschine zur Verfügung stellte.

 

 

 

 

 

 

R 17

 

Focke-Wulf F 19a “Ente”

 

Maßstab 1:50 , Spannweite 28 cm, Umfang 3,5 Bogen A 4,

 

Bauanleitung 3 Bogen A4; Verstärkungskarton und Draht für das

 

Fahrwerk liegt bei, Schwierigkeitsgrad 4 von 5

 

 

 

Nachdem in der Pionierzeit der Fliegerei Flugzeuge in “Enten”-Konfiguration an der Tagesordnung waren, hatte sich das Publikum in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts daran gewöhnt, dass sich das Höhenleitwerk immer hinter der Tragfläche befindet. Es entstand der Eindruck, das Flugzeug Focke-Wulf F 19a fliege rückwärts. Mit diesem Forschungsflugzeug, das im Jahr 1930 gebaut wurde und im Besitz der Deutschen Forschungsanstalt für Luftfahrt ausgiebig getestet wurde, sollte erprobt werden, ob sich durch die Anordnung des Höhenruders der Gesamtauftrieb erhöht und die Flugsicher- heit vergrößert, weil ein Überziehen nicht mehr möglich und beim Landen ein Überschlag so gut wie ausgeschlossen ist. Schon im Katalog des J.F.Schreiber-Verlags von 1931 erschien ein Kartonmodell des Flugzeugs. Dieses Modell hatte Dietrich Schmitt mit fein detaillierten Motoren ausgestattet. Unter Verwendung der Motoren habe ich ein neues Modell entworfen, das mit detailliertem Passagierabteil und Cockpit versehen wurde. Für den hohen Schwierigkeitsgrad zeichnen die fein detaillierten Motoren verantwortlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siebel Fh 104 "Hallore"

  

Maßstab 1:50

 

Spannweite 24 cm

 

Schwierigkeitsgrad: 4 von 5

 

 

Geplant war das Reiseflugzeug als Klemm Kl 104. Entwickelt wurde es als Fh (Flugzeugbau Halle) 104 unter der Leitung von Friedrich Fechner von nach Halle versetzten Klemm-Mitarbeitern. Während die bisherigen Konstruktionen aus dem Hause Klemm Leichtflugzeuge aus Holz waren, wurde jetzt erstmalig der Rumpf aus Dural gebaut und nur der Flügel wie üblich aus Holz. Das neue Reiseflugzeug für fünf Personen, die Zugang über zwei Türen hatten, war mit allen Errungenschaften seiner Zeit ausgestattet wie einziehbarem Fahrwerk, nach innen verlegter Ruderbetätigung, Landeklappen und Funkausrüstung. Die Konstruktion war nach neun Monaten abgeschlossen und der Erstflug fand ohne Probleme im Februar 1937 statt. Erfolge auf internationalen Rundflügen bestätigten die Leistungsfähigkeit des Entwurfs, aber durch den bald beginnenden Krieg wurden fast alle gebauten 46 Maschinen bei der Wehrmacht eingesetzt. Das Vorbild unseres Modells wurde von Ernst Udet geflogen. Im Heck seiner Maschine war eine Bar eingebaut; die kann man auch im Modell finden. Wer Anstoß nimmt an den Flaschen und Gläsern, der kann mit einem Extrateil die Bar verschließen.

 

 

 

 

 

 

Zum Modellbau werden (außer Kleber) Stecknadeln und ein Zahnstocher benötigt. Verstärkungskarton, Draht für das Fahrwerk und durchsichtige Folie für die Verglasung liegen dem Modellbogen bei.